Montag ist Schontag!

Mit diesem Motto startete ich in den Tag. Ein kurzes Frühstück mit Kaffee und Weckle und zack auf den Camino in Plochingen. Da der Weg direkt vor der Tür verlief konnte ich Herrn Hundertwasser recht bald, begleitet vom Neckar, zum Abschied winken.

Rückblick auf Plochingen mit Hundertwasserhaus

Weiter ging es durch Wernau. Nach der kurzen Hoffnung auf den ersten Stempel des Tages hatte das Pfarrbüro leider montags geschlossen 🤔 Stattdessen ging es bergauf, zu einem Wegekreuz mit schönem Blick ins Tal und anschließend an Bauernhöfen vorbei in Richtung Bodelshofen. Dort gab es dann tatsächlich die erste Jakobskirche meines Weges – leider geschlossen. Nanu ist der Schontag hier etwa auch weit verbreitet?

Bis jetzt klappt es mit diesem Wunsch 🍀🙏🌤️
Jakobskirche in Bodelshofen

Weiter ging es kilometerweit durch ruhige Herbstwälder, wobei mir dabei tatsächlich das erste kleine Wunder passierte. Ich bin mir relativ sicher Jakobus hat die Uhr selbst höchstpersönlich, auf seinem Streifzug durch schwäbisches Waldgebiet dort aufgehängt. Er sollte nur mal wieder die Batterien tauschen 😉.

Die sagenumwobene Walduhr
Der Herbst hat den Camino im Griff

Anschließend kam dann aber eine wirklich schöne Überraschung. Als mein Trinkwasservorrat zur Neige ging und ich um die nächste Waldkurve bog, traf ich auf den Jakobsbrunnen, der auf Nürtinger Gebiet steht. Ein Schluck aus der Quelle und schon ging es wie beim Roadrunner durch die Wälder. MeepMeep!

Der Jakobsbrunnen…
… als spirituelles Doping!

Als Entschädigung dafür, dass ich in Frickenhausen kein Nachtquartier fand, gab es wenigstens einen offenen Metzger! Was dem Spanier sein Tapa, ist dem Schwabe sein Fleischkäsweckle. Mahlzeit! Als die Frickenhausener Kirche dann tatsächlich geöffnet war und es einen wunderbaren Stempel für meinen Pilgerpass gab, war ich mit dem Städtle wieder im Reinen. ❤️

Schöne geöffnete Kirche in Frickenhausen…
… inklusive toll verziertem Stempel.

So ging es dann bis zur Unterkunft in einem freien Hotel in Grossbettlingen nochmals 6km durch Wald und Streuobstwiesen. Dadurch sammelten sich heute 28.8km, was also leider genau nicht dem entsprach, was ich für den Schontag eingeplant hatte. 😜 Für morgen habe ich allerdings vorgesorgt und über eine Kirchengemeinde ein Pilgerquartier bei einem Ehepaar bekommen. Bin gespannt und freue mich auf die kurze Strecke unter 20km. Meine Füße und die beiden ersten Blasen werden es mir danken. 🍀🙏☺️ Machts gut und euch allen einen Guten Weg und guds Nächtle!🏃‍♂️

Blick vom Geigersbühl, höchster Punkt der Gemeinde Großbettlingen.

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