Wenn die Muschel fehlt geht’s rund

Die erste Nacht im Schlafsack wurde erfolgreich in der Pilgerherberge geschafft – weitere Pilger trafen im Laufe des Abends nicht mehr ein und so schnarchte ich fröhlich in den Morgen. Dann ging es los mit einem ersten kurzen Besuch in der schönen kleinen Jakobskirche von Ihlingen. Anschließend ein kurzer Kaffeestop in Dettingen und dann wieder rein in den Wald auf der Suche nach der gelben Muschel!

Jakobskirche Ihlingen
Rückblick auf Dettingen, es ging viel auf und ab durch Wald und Wiesen

Vom Wegrand aus grüßte eine schöne Jakobsfigur und auch ein Kilometerstein war vorhanden. Doch Moment mal, sollte das nicht ungefähr die Km-Anzahl vom Remstal aus sein? Bin ich die fast 160km im Kreis gelaufen? 🤔 Ganz ruhig, die Wege verändern sich stets in ihrem Verlauf und vielleicht gibt er auch die Entfernung über einen der alternativen Wege an. So oder so – der Stein war schön. 🌠🌲

Jakob grüßt vom Wegesrand!
Eine kurze Erinnerung, dass es schon noch ein Stückle ist! 😜

Dann nahm das Unheil seinen Lauf. Erst verlief ich mich in Leinstetten, wurde aber freundlicherweise von einer Anwohnerin darauf hingewiesen. Das passiert wohl vielen dort, vor allem im Sommer, da laufen Besucher und Pilger regelmäßig in die Pampa! Danke für die Rettung 😄 Bald darauf geschah Ähnliches in Wittendorf. Dort führte die Muschel zu einer Kreuzung, wo ich zwischen 3 Alternativen wählen durfte. Erst ging ich mittig, dann merkte ich, dass der Weg eine Kurve macht und in die entgegengesetzte Richtung weiterläuft – Schade, also zurück auf Start. Dann war die linke Seite dran, ich ging fröhlich in Richtung Lossburg – zumindest meinte ich das. Der Weg endete, von Muschelzeichen keine Spur. Da ich noch keine Unterkunft in Lossburg sicher hatte und auch keine Herbergen bekannt waren, machte ich mir kurz Sorgen. In der Hoffnung, dass mich kein Jäger schießt und auch kein Reh beißt ging ich querfeldein in Richtung eines Waldes. Eine hervorragende Idee, denn wenn man nicht weiß wo man ist, ist ein Wald mit seinen Bäumen und beschränkter Sicht ganz offensichtlich eine gute Idee.

Erst die schöne Desktop-Hintergrund-Landschaft…
… und dann ein bissle Verwirrung im Wald 🥴

Doch nach einigen Kilometern im Kreis tauchte endlich an einem Pfosten wieder die magische Muschel auf! Als Hohn des Schicksals war dann der nächste Hof ein Ort mit dem Namen ‚Schande‘. Also Bitte Jakob, so schlimm war das ja wohl auch nicht! Doch die folgenden Kollegen lachten mich zur Krönung noch aus, als ich vorbei lief.

„Noch ein Pilger Määähr, der sich verlaufen hat!“

Schlussendlich ging alles gut und ich sitze in einer privaten Unterkunft einer älteren Dame aus Lossburg, die ihre Zimmer an Pilger und Monteure vermietet. Danke und hoffentlich klappt es morgen ohne großes Verlaufen! Schlaft schön und Ultreia! 🏃‍♂️🌠

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