Von der Quelle der Seine bis zu den heiligen Bonbons

Es war Regen angesagt ☔🌧️ – den ganzen Tag! Doch es regnete nicht – fast den ganzen (Wander)-Tag. 😍🌂 So stand ich hungrig auf, da das Abendessen vom Vorabend schon dürftig war durch das zwangsbedingte Restefest, mit dem ich ja noch gut bedient war (siehe Bericht vom Vortag). 🥴Also ab an den Frühstückstisch und das französische ‚petit dejeuner‘ genießen, das in der Regel aus etwas Baguette, Marmelade und Kaffee besteht. Wenns gut läuft gibts noch nen Fruchtsaft dazu – es lief gut. 😍 Kurzer Abschied vom Herbergsvater und los, entgegen der Richtung des Caminos, da ich noch bei einer Bäckerei im Ort etwas für die Pause kaufen wollte. Doch das war wohl nix – die Bäckerei gibt’s nicht mehr.🙈 Oh Frankreich und dein Ladenschwund, wo soll das Enden? Die Jäger brauchen doch Baguette zu Ihren Sauen? 🥖😭 Relativ zu Beginn ging es über einen (hier noch) kleinen Bach der in der Nähe entspringt – die Seine.❤️🇨🇵

Heute gab es viele Aufs und Abs mit entsprechenden Talblicken. 🧐
Die Seine nahe ihrer Quelle. Ein Stück Paris in Burgund.

Alles lief gut. Erst kurz vor der Ankunft in Flavigny begann es doch noch zu regnen. Und das ausgerechnet vor dem steilsten Anstieg des Tages. Aber das war dann auch egal, die vielen trockenen Schritte davor zählen. Also ging es hoch in Richtung Flavigny, einem der scheinbar schönsten Orte Frankreichs. Nach ein paar kurzen Streifzügen durch den Ort kann ich sagen – Top! Unglaublich viele alte Häuser, Mauern und Straßenzüge – beeindruckend! 🏛️❤️

Durch das Portal erreichte ich nach dem steilen Anstieg die Stadt. Mit frenetischem Jubel wurde ich von hunderten Dorfbewohnern empfangen und mit Wein, Rosen und Gold überschüttet. 😜
Kurzer Einblick in einen Hinterhof – kann sich sehen lassen, oder?

Da ich beim Benediktinerkloster zwar angekündigt war, aber noch deutlich zu früh dran war, besuchte ich erst noch eine berühmte Bonbon-Fabrik, in der seit vielen Jahrhunderten bereits Anis-Bonbons hergestellt werden. Für 2.50Euro gab’s ne Dose, die sich allein schon für das Retro-Bild lohnt. Cool! Danach noch kurz in die historische alte Krypta geschaut, die vor einigen Jahrzehnten entdeckt und entsprechend freigelegt wurde. 👀

Bonbons aus Flavigny!
Und Blick in die alte Krypta – vom Schatten an der Wand fühlte ich mich leicht beobachtet 👀

Und dann ging’s los zu den Mönchen. Trotz meiner Bonboneskapaden war ich deutlich zu früh da, musste aber nur kurz am Tor warten und wurde reingelassen. Da es noch Reste vom Mittagessen gab und ich noch keines bekommen hatte wurde ich erstmal versorgt. Und die staunten trotz Nächstenliebe nicht schlecht was alles in mich reinwanderte 😂. Leeeeute – die Bäckerei hatte halt zu. 🤷‍♂️ Couscous, Baguette, Karottensalat, Käse, Pasteten, Trauben. Mir egal ob ich Bauchweh bekomm – es tut so gut! ❤️ Dann ging es aufs Zimmer, danach kurz Duschen und gegen 18.00 Uhr nahm ich an der Mönchsmesse teil und lauschte den Klängen ihres Gesangs. Beeindruckend. 🙏 Von einem Mönch bekam ich auch noch Heiligenbilder geschenkt, sowie eine kleine Plakette, die er mir noch segnete. Auch ein paar Erklärungen zum Orden und verschieden Praktiken gab es für mich.

Danke!

Das Abendessen mit den Benediktiner-Mönchen war dann auch noch ganz interessant. Im Vorraum des Speisesaals bekam ich erst von einem Priester die Hände gewaschen. Danach saßen die ca 50-60 Mönche in verschiedenen 10er Reihen, für die Gäste gab es einen separaten Tisch. Außer mir waren noch 2 andere Gäste da (Klosterurlaub?). Es wurde nicht gesprochen aber es gab eine Kanzel in 2 Metern Höhe, auf der einer der Mönche saß und durchgehend Gebete und Bibelstellen vorlas. Ich verstand nicht viel und aß brav mein Gemüse. ❤️🥕Plötzlich standen alle zeitgleich auf – Essen beendet.

Nun sitze ich in meinem einfachen Zimmer, habe wieder einen Tag auf dem Camino erlebt und freue mich diesen Einblick ins Klosterleben in Flavigny bekommen zu haben! Und wer mal spezielle Bonbons mit viel Geschichte probieren möchte schaut nach ‚Anis Flavigny‘. Guds Nächtle und buen Camino! 🏃‍♂️🌠

Ein Kommentar zu „Von der Quelle der Seine bis zu den heiligen Bonbons

  1. Hallo lieber „Jakobus“ Michi, es ist beeindruckend was Du alles erlebst u wie die Menschen ihre Gastfreundschaft Dur „schenken“. Wir wünschen Dir weiter einzigartige Momente u Begegnungen. Guads Nächtle von Deinen Lieben u buen camino 👼🍀😘

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s